“Hat nichts mit mir zu tun”

Der künftige Trainer des FC Bayern Julian Nagelsmann hat einen klaren Karriereplan, der keine unendlich lange Trainerlaufbahn beinhaltet. Zudem sieht er klare Ziele bei seinem neuen Klub und äußert sich erstmals zum Abschied von Hermann Gerland.

Nagelsmann (33) stellte sich bei Sport Bild den Fragen von Lesern der Zeitschrift und gab Einblicke in seine Arbeit sowie seine Planungen für die nähere und fernere Zukunft. Was seine generelle Zielsetzung in München betrifft, stellte er klar: “Die Erwartungshaltung bei den Bayern steht ja sowieso immer fest. Man sollte Meister werden, den Pokal gewinnen, und man sollte auch in der Champions League weit kommen. Dieser Herausforderung stelle ich mich.”

Allerdings sei auch der Job beim Rekordmeister für ihn nur ein Abschnitt seiner Karriereplanung. Nagelsmann haben “einen gewissen Lebensplan und gehe deshalb nicht davon aus, dass ich den Job weitere 20 oder 30 Jahre machen werde.” Nagelsmann räumte jedoch ein: “Mir ist bewusst, dass ich einen absoluten Traumjob ausüben darf und ich bin jeden Tag dankbar für dieses Privileg. Gleichzeitig hatte ich in meinem Leben selten Zeit für Dinge, die ich neben dem Fußball gern mache. Erst durch meine Karriere als Nachwuchsspieler, dann durch meinen Job als Trainer.”

Doch auch nach seiner Trainerkarriere werde er aktiv bleiben, denn “Nichtstun kann ich nicht, ich werde auf jeden Fall arbeiten, aber vielleicht in einem anderen Bereich und trainiere nebenbei eine Kreisliga- oder Jugendmannschaft”.

Angesprochen auf den Abschied von Klub-Ikone Hermann Gerland stellte Nagelsmann derweil klar, dass das nicht seine Entscheidung gewesen sei: “Dass Hermann nicht bleiben will, hat nichts mit mir zu tun. Das wurde teilweise völlig falsch interpretiert. Ich habe dem Verein gesagt, dass ich gern zwei Co-Trainer und einen Analysten mitbringen würde. Ich habe aber nie gesagt, dass ich für diesen oder jenen Mitarbeiter keinen Platz habe oder, dass jemand nicht gewünscht ist.”

FC Bayern: Nagelsmann hat “sehr gutes Verhältnis” zu Gerland

Vielmehr habe Nagelsmann “ein sehr gutes Verhältnis” zu Gerland. Jedoch sei jener “auch nicht mein Leibeigener, den ich beim Klub festketten kann”. Der neue Bayern-Trainer kündigte jedoch an, Gerland auch künftig weiter um Rat zu fragen, falls das erforderlich sei.

Was die besagte Co-Trainer-Liste betrifft, hielt sich Nagelsmann hingegen bedeckt, da keiner von seinen Kandidaten aktuell vertragslos sei. Jedoch stehe bereits fest: “Dass ich Chef-Analyst Benjamin Glück von Leipzig mitbringe, ist bekannt.”

Nagelsmanns Hauptaufgabe sei es derweil, “die Balance zwischen einer stabilen Defensive und dieser unglaublichen Offensive hinzubekommen. Ich möchte, dass wir variabel aufgestellt sind, damit die Gegner uns nicht ausrechnen und wir auf jede Spielsituation reagieren können. Dazu gehört auch, die Grundordnung in den Spielen zu wechseln”.

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