Pal Dardai kritisiert unrealistische Zielsetzung des Big City Clubs

Trainer Pal Dardai hat sich nach dem erfolgreichen Klassenerhalt kritisch zur bisherigen Zielsetzung bei Hertha BSC geäußert. Besonders das “Big City Club”-Motto von Investor Lars Windhorst störe den Ungarn.

Auf einer virtuellen Pressekonferenz sagte Dardai: “Ich sehe nicht die Qualität, dass diese Mannschaft im Moment Dritter in Deutschland wird und Champions League spielt.” Dardai räumte jedoch ein: “Natürlich will ich Meister sein”, jedoch sei “eine realistische Zielsetzung das Wichtigste”.

Richtung Investor Lars Windhorst sagte Dardai zudem: “Es ist nicht böse gemeint, aber diese Big-City-Geschichte damals, ein Leben lang bleibt das bei uns ein bisschen negativ.” Windhorst war mit dem Slogan “Big City Club” vor ein paar Jahren mit seiner Tennor Holding bei der Hertha eingestiegen und hatte große Ziele formuliert.

“Ich habe hier gespielt, da habe ich nie gehört Big City. Wir sind ein deutscher Verein, in der Hauptstadt, in Berlin, für Berlin, das ist gut”, betonte Dardai.

Was seine persönliche Zukunft betrifft, meldete sich Dardai auch zu Wort. Eine Rückkehr in den Juniorenbereich scheint dabei nicht ausgeschlossen, nachdem er das Traineramt der Hertha im Laufe der aktuellen Saison nur auf Interimsbasis nach der Entlassung Trainer Bruno Labbadia übernommen hatte.

Hertha BSC – Dardai: “Werden bestimmt reden”

“Wir werden bestimmt reden. Es ist nicht meine Aufgabe, mich hier anzubieten oder etwas zu machen. Ich mache meinen Job, dann werden wir sehen”, erklärte Dardai. Wie der kicker kurz nach der Installierung Dardais berichtete, beinhalte der laufende Vertrag eine Punkte-Klausel.

In den damals verbleibenden 16 Begegnungen dieser Saison habe Dardai einen Schnitt von ziemlich genau 1,5 Punkten pro Spiel erreichen müssen, damit der Vertrag bis 2022 weiterläuft. Aktuell steht Dardai bei 1,2 Punkten pro Spiel.

Bereits 2015 hatte Dardai als Trainer den Klassenerhalt geschafft und bekundete zugleich seine Treue dem Verein gegenüber: “Auf jeden Fall habe ich meinen Vertrag bei Hertha BSC, ob bei den Profis ob bei den U-Mannschaften. Ich bin hier, ich gehe nicht weg. Ich gehöre zu dieser Familie. Mehr kann ich nicht sagen.”

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