Grammozis will beim Schalke-Neuaufbau auf den Nachwuchs setzen

Der neue Trainer Dimitrios Grammozis vom Tabellenletzten Schalke 04 will beim Neuaufbau nach dem sehr wahrscheinlichen Abstieg auf den Nachwuchs setzen.

Der Klub habe “eine der besten Jugendabteilungen überhaupt, dann wäre es für mich als Trainer doch fatal, wenn ich darauf nicht zurückgreifen würde”, sagte der Coach im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

“Dennoch müssen wir eine gute Mischung finden zwischen Zukunft und Gegenwart und schauen, dass wir die Qualität auf den Platz bringen, um das Spiel zu gewinnen”, sagte Grammozis weiter. Schalke müsse sich “zuerst über harte Arbeit definieren”, betonte der 42-Jährige.

Allerdings strebt der fünfte Trainer der Saison auf Schalke auch fußballerisch einen Neustart an: “Wir wollen in Zukunft keine Mannschaft sein, die nur ackert und die Bälle rausschlägt. Wir wollen auch Torchancen kreieren und attraktiv sein für die Menschen, die irgendwann wieder ins Stadion kommen. Das ist unser Auftrag für die Zukunft.”

Zehn Spieltage vor Schluss liegt Schalke neun Punkte hinter dem Relegationsplatz. Mit dem 0:0 gegen den Vorletzten FSV Mainz 05 beim Grammozis-Debüt verspielten die Königsblauen wohl ihre letzte realistische Chance auf den Klassenerhalt.

Grammozis spricht über fehlende Fitness auf Schalke

Im Interview mit der Bild äußerte sich Grammozis zudem zum Fitnesszustand seines Teams: “Natürlich hat man gesehen, dass der eine oder andere Probleme hatte”, sagte er: “Aber es hat auch damit zu tun, dass es ein hochintensives Spiel war.”

Dennoch sei es “nicht förderlich, dass man diese hochintensive Phase nicht über 90 Minuten bringen kann. Unser Job ist es jetzt, in relativ kurzer Zeit die Jungs auf ein gewisses Niveau zu bringen, dass sie unsere Idee von Fußball besser umsetzen können.” Man müsse nun “die Mischung finden zwischen hoher Intensität und einer möglichen Überforderung.”

Gegenüber Sport1 sprach Grammozis auch über seine Aufstellung gegen Mainz: Er hatte Benjamin Stambouli, Omar Mascarell und Bastian Oczipka auf der Bank gelassen: “Diese Spieler sind nicht abgeschrieben. Es war eine kurzfristige Spieltagsentscheidung”, erklärte er. “Wenn man Qualität im Nachwuchs hat, wieso dann nicht einbinden? Klar ist aber auch: Wir werden keinem jungen Spieler einfach so Einsatzzeit schenken, sie müssen sie sich verdienen.”

In Sachen Spielidee der Knappen gebe es “vor allem offensiv Verbesserungsbedarf. Insgesamt müssen die Jungs auch wieder mutiger sein, die Tiefe suchen und selbstbewusst ins Eins-gegen-Eins gehen. Ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen”, betonte er.

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