FC Schalke 04: Jochen Schneider muss im Sommer gehen

Schalke 04 trennt sich wie erwartet zum Saisonende von seinem umstrittenen Sportvorstand Jochen Schneider. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.
 

Nach dem beispiellosen Absturz des einstigen Champions-League-Stammgasts Schalke 04 muss Sportvorstand Jochen Schneider zum Saisonende gehen. Die Planungen für die nächste Spielzeit – voraussichtlich in der zweiten Liga – übernehmen bereits andere. “Grundlegende Veränderungen” beschloss am Dienstag der Aufsichtsrat des abgeschlagenen Bundesliga-Tabellenletzten: Schneiders Vertrag, der eigentlich bis 2022 lief, wird im Sommer aufgelöst.

Einen Nachfolger präsentierte die Klubführung noch nicht. Seit dem Rauswurf des Kaderplaners Michael Reschke im November wird bereits nach einem Sportdirektor gesucht – bislang ohne Erfolg. In die Bresche springen vorerst “Eurofighter” Mike Büskens, der bislang für verliehene Spieler und internationale Aktivitäten zuständig war, Nachwuchsdirektor Peter Knäbel und U19-Kulttrainer Norbert Elgert.

“Die Drei tragen die Schalke-DNA in sich und stehen für die Werte unseres Vereins”, sagte Aufsichtsratschef Jens Buchta, man habe “umfassendes Vertrauen in die Kompetenz” des Trios. Schneider, der im März 2019 die schwierige Nachfolge des zurückgetretenen Christian Heidel angetreten hatte, soll sich nur noch um das Tagesgeschäft kümmern.

Dem 50-Jährigen werden massive Fehler vorgeworfen: Nach dem Rauswurf von Domenico Tedesco kurz nach seinem Amtsantritt, als Schalke gerade aus der Champions League ausgeschieden war, verpflichtete Schneider insgesamt vier Trainer. Nur der erste, David Wagner, brachte ein halbes Jahr Erfolg. Dann begann ein Absturz, der in der Bundesliga beispiellos ist. Schalke gewann von 37 Punktspielen nur ein einziges und liegt bereits neun Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück. Der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte scheint unvermeidlich.

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