FC Schalke 04 – Felix Magath: “Dass ich Neuer halten wollte, war ein Problem für Tönnies”

De ehemalige Schalke-Trainer Felix Magath hat klargestellt, dass sein Aus bei den Königsblauen auch mit der Personalie Manuel Neuer zusammenhing. Demnach habe er sich gegen einen Verkauf des aktuellen Welttorhüters zum FC Bayern gestellt, was ihn letzten Endes den Job kostete.

“Aus dem, was sich da erlebt habe, kann ich nur den Schluss ziehen, dass der Transfer von Manuel Neuer in Gelsenkirchen schon entschieden war, als ich kam”, blickte der 67-Jährige im Bild-Phrasenmäher auf die damalige Zeit zurück. Im Sommer 2009 hatte Magath das Traineramt auf Schalke übernommen.

Seiner Meinung nach sei der Transfer des Schalker Eigengewächses nach München zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies und Bayern-Präsident Uli Hoeneß bereits vor seiner Ankunft abgesprochen worden. Diese sind seit langem freundschaftlich verbunden, während Magath zu beiden ein kühles Verhältnis pflegte.

Tönnies war bestrebt, mit Neuer ein Jahr vor dessen Vertragsende noch eine Ablöse zu generieren und ließ den 96-fachen Nationalspieler 2011 für 30 Millionen Euro ziehen, Magath sah dies anders und hatte sich stattdessen lieber mit einem ablösefreien Abgang abgefunden: “Ich denke, das war ein Knackpunkt. Denn natürlich hat man mich von Schalker Seite angesprochen, man müsse Manuel Neuer verkaufen. Ich habe dann gesagt: Nein, den verkaufen wir nicht. Das mache ich nicht mit.”

Er selbst habe Neuer noch zwei Vertragsangebote unterbreitet, allerdings überhaupt keine Rückmeldung mehr bekommen, obwohl er Neuer persönlich sehr schätze. Ihm sei dann klar gewesen, dass ein Wechsel des Keepers nicht mehr zu verhindern sei. “Ich glaube schon, dass das klar war und dass man gar nicht mehr verhandeln wollte. Und deswegen war ich dann auch ein Problem für die handelnden Personen, vor allen für Tönnies.” Im Rückblick sehe er dies “als Grund, warum sich Clemens Tönnies gegen mich gestellt hat”.

Magaths Zeit auf Schalke endete im März 2011, in der Saison zuvor hatte er die Königsblauen noch zur Vizemeisterschaft und ins Halbfinale des DFB-Pokals geführt. Ab Sommer 2010 übte er zugleich das Amt als Sportvorstand in Gelsenkirchen aus. In 79 Spielen als Schalke-Trainer holte er durchschnittlich 1,8 Punkte.

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