Fußball-Kolumne: “Alles Amateure” – Warum der 1. FC Köln nicht zur Ruhe kommt

Sportlich taumelt der 1. FC Köln von einer Krise in die nächste, doch auch die Vereinsführung blamierte sich zuletzt mit der Posse um einen neuen Mediendirektor. Ein Grund für die Unruhe ist dessen “dramatisch amateurhaftes Verhalten”, ein anderer der heimliche Herrscher im Hintergrund. Die Fußball-Kolumne.

Zu Beginn der Woche war man noch guter Dinge beim 1. FC Köln. Durch das 3:1 im Kellerduell gegen Arminia Bielefeld und insgesamt sieben Punkten aus den letzten vier Spielen hatten sich die Geißböcke vorerst vom Relegationsplatz 16 verabschiedet. Mit einem Pflichtsieg im Pokal-Achtelfinale bei Zweitligist Jahn Regensburg wären rund 1,4 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen sicher gewesen, die der klamme Verein dringend gebraucht hätte. Oder eben hätte gebrauchen können.

Trotz 2:0-Führung scheiterten die Kölner im Elfmeterschießen am krassen Außenseiter. Schon war die Krisenstimmung zurück in der Domstadt. Im Derby beim Erzrivalen aus Mönchengladbach droht am Samstag (LIVETICKER) die nächste Pleite, auch danach dürfte gegen Frankfurt, Stuttgart und dem FC Bayern nicht allzu viel zu holen sein.

“Diese Wellenbewegungen machen mich kirre und verrückt”, sagte Markus Gisdol beinahe verzweifelt. Kein Wunder: Unter dem seit Herbst 2019 amtierenden Trainer fehlt dem FC bis heute die Konstanz, weshalb die Kölner Boulevardmedien ihn allein in dieser Saison schon viermal unmittelbar vor dem Rauswurf sahen. Und das fünfte “Endspiel” für Gisdol dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

1. FC Köln: Pokalblamage und Posse um Mediendirektor Esser

Vermutlich schafft es nur ein Verein wie der 1. FC Köln, dass trotzdem keinesfalls allein die sportliche Talfahrt die Schlagzeilen nach dem K.o. in Regensburg bestimmte. “Ein Tag wie das Spiegelbild eines notorischen Chaos-Klubs”, kommentierte das Fanportal Geissblog. Und die Süddeutsche Zeitung titelte: “Doppelblamage auf kölsche Art”.

Gemeint war die Bekanntgabe des neuen Mediendirektors Fritz Esser, der nach einem Entrüstungssturm der Anhänger schon vor seiner offiziellen Amtsübernahme am 1. Mai wieder zurücktrat.

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